Des Teufels Zorn, der Lousberg und eine kluge Aachenerin
(Eine Fortsetzung der Dombausage)
Der Teufel fühlte sich von den Aachenern zu recht verschaukelt und schickte sich an von der Nordsee eine Sanddüne zu holen, mit welcher er Aachen zuzuschütten gedachte.
In teuflischer Wut zur Nordsee stampfend verlor er einige Kieselsteine aus seinem zotteligen Fell. Diese kann man noch heute im Aachener Wald finden. Besser bekannt unter dem Namen Zyklopensteine.
Der Rückweg war für Lucifer allerdings ein wenig beschwerlich, aufgrund der Unhandlichkeit und des Gewichtes einer Düne wegen.
Kurz vor Aachen (die Stadt war zwischen den Bäumen noch nicht zu sehen) begegnete der völlig verschwitzte und erschöpfte Teufel einer Aachenerin.
Die mehreren huntertausend Tonnen Sand unauffällig hinter seinem Rücken versteckend (was nicht ganz gelang) fragte er sie, wie weit es noch bis Aachen sei.
Da Aachener aber Leuten, welche Pferdehufe haben und Berge mit sich herumschleppen, nicht zu vertrauen pflegen, zeigte sie auf ihre zwanzig Jahre alten Schuhe: "Die habe ich gestern in Aachen gekauft, von wo ich gerade komme. Seht, wie abgelaufen sie schon sind."
Der Teufel, völlig fertig und mit den Nerven am Ende, hatte keinen Bock auf die weite Strecke, dachte sich: Ach, ihr könnt mich mal, warf seinen Sandsack auf den Boden und beschloß später Rache zu nehmen.
Der Sandsack ist in der Mitte, wo der Teufel ihn auf der Schulter hatte gerissen. Die eine Hälfte wird jetzt Lousberg (Die Aachenerin war dem Teufel nämlich ze lous) genannt, die Andere Salvatorberg.